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Bundesminister besucht Medical Valley

on 4. August 2016 - 17:23

ERLANGEN, 04.08.2016:  „Krankheiten früher erkennen, besser verstehen und heilen zu können – darauf setzen unzählige Menschen große Hoffnungen. Medizinischer, pharmazeutischer und medizinisch-technischer Fortschritt kann wesentlich zur Vermeidung und besseren Behandlung von Krankheiten, zu mehr Selbständigkeit und Lebensqualität auch bei chronischen Erkrankungen, aber auch zur langfristigen Finanzierbarkeit unseres Gesundheitswesens beitragen. Dabei kommt es vor allem auf die bestmögliche Vernetzung aller Beteiligten an, wofür die Digitalisierung große Chancen bietet. Innovationen, die wirklich den Patientinnen und Patienten dienen, entstehen vor allem, wenn Wissenschaft, Wirtschaft und Politik eng zusammenarbeiten. Für diese Vernetzung ist das Medical Valley ein herausragendes Beispiel“, so Bundesgesundheitsminister Herrmann Gröhe.

Auch Prof. Erich Reinhardt, Vorsitzender des Vorstands des Medical Valley EMN e. V., betonte die Leistungen, die im „Knowledge Triangle“ zwischen Industrie, Forschung und Bildung für Innovationen in der Gesundheitsversorgung in der Metropolregion Nürnberg erbracht würden. Seit dem Start des Medical Valley EMN im Jahr 2010 seien, so Reinhardt, mehr als 70 Millionen Euro an Fördergeldern allein für den Einsatz an der Schnittstelle Wirtschaft-Wissenschaft eingeworben worden. Über 50 Unternehmensgründungen habe das Medical Valley seither begleitet.

Unternehmen und Projekte stellten sich vor

Den Aufenthalt von Bundesminister Hermann Gröhe nutzten Akteure aus dem Medical Valley EMN auch für eine beeindruckende Leistungsschau ihrer Entwicklungen. Auf Unternehmensseite stellten sich mit ABCT (früher CT Imaging), Peter Brehm und Tissomatic eine erfolgreiche Ausgründung aus der Universität Erlangen-Nürnberg, ein weltweit agierender Mittelständler und ein in Gründung befindliches Spin-off des Universitätsklinikums Erlangen vor.

Als beispielhafte Projekte der Kooperationen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Gesundheitsversorgung präsentierte sich unter dem Titel „Stroke Machine“ (Prof. Dr. Arnd Dörfler, Universitätsklinikum Erlangen) ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zur Entwicklung einer multimodalen Bildgebungs-Plattform – so sollen Schlaganfallpatienten effizienter versorgt werden.

„Tumor Board Orchestration“ lautete das Thema von Prof. Matthias Beckmann vom Universitätsklinikum Erlangen: Eine zentrale Struktur ermöglicht die Festlegung von Behandlungskonzepten auf Basis aktuellster klinischer Empfehlungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Dr. Arthur Meßner (HumanOptics AG) präsentierte den Stand eines vom Spitzencluster Medical Valley geförderten Forschungsprojekts, in dem eine implantierbare Augenlinse bei Altersweitsicht die Brille ersetzen soll.

Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit, besuchte das Medical Valley EMN in Erlangen. Unternehmen und Projekte stellten ihre Kooperationen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Gesundheitsversorgung vor.

 

 

 

Schwerpunkt Digitalisierung

Unter dem Titel „Chancen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung durch Digitalisierung“ wurde das Projekt „MetropolMediPlan 2016“ (Prof. Harald Dormann, Klinikum Fürth; Prof. Renke Maas, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) gezeigt. Als eine von deutschlandweit drei durch das Bundesministerium für Gesundheit geförderten Modellregionen wird hier der bundeseinheitliche Medikationsplan durch die teilnehmenden Ärzte und Apotheker in der Praxis erprobt. Begleitend erfolgt eine wissenschaftliche Evaluation durch die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und die Wilhelm Löhe Hochschule Fürth. Professor Dormann und Professor Maas präsentierten darauf aufbauend das Projektvorhaben „Partnerschaft für Arzneimittelsicherheit“ („Partner@AMTS“), das im Juli 2016 beim Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses eingereicht wurde.

Die Live-Demonstration „Closing the gap – kontinuierliche sensorbasierte Ganganalyse von Bewegungsstörungen“ beschloss das Programm. Prof. Jochen Klucken vom Universitätsklinikum Erlangen und Ralph Steidl von Astrum IT zeigten ein mobiles sensorbasiertes Komplettsystem zur Frühdiagnose von neurodegenerativen Erkrankungen, insbesondere Parkinson.

Bei der abschließenden Diskussion tauschten sich unter anderem der bayerische Innenminister Joachim Hermann, Erlangens Oberbürgermeister Dr. Florian Janik und hochrangige Vertreter der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, des Universitätsklinikums Erlangen, des Klinikums Fürth und der Wirtschaft mit Bundesminister Hermann Gröhe aus.

Bildnachweis: Medical Valley EMN

Bildunterschriften:

Bild 1: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe würdigt das Medical Valley als ein herausragendes Beispiel für Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Bild 2: Zahlreiche Unternehmen nutzten den Besuch des Bundesgesundheitsministers Hermann Gröhe als Gelegenheit, ihre Projekte vorzustellen.

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