Skip directly to content

BD-06: Lokale Tumortherapie mit Nanopartikeln

Bildgebung und externes Magnetfeld für die lokale Tumortherapie mit magnetischen Nanopartikeln

In der Bundesrepublik Deutschland traten 2006 etwa 426.800 Krebsneuerkrankungen auf und 210.930 Menschen starben an Krebs

Etwa die Hälfte aller neu diagnostizierten Krebserkrankungen wird im Stadium lokal begrenzter Ausbreitung diagnostiziert. Drei Viertel dieser Patienten können deshalb durch eine lokale Intervention, d.h. eine Operation, zum Teil ergänzt durch eine Bestrahlung und/oder eine systemische Chemotherapie, gegebenenfalls ergänzt durch eine Antikörpertherapie geheilt werden. Bei der anderen Hälfte der neu diagnostizierten Fälle befindet sich die Krankheit bei Diagnosestellung jedoch bereits in einem fortgeschrittenen Stadium und ist herkömmlichen lokalen Therapiemaßnahmen nicht mehr zugänglich.

Lokal begrenzte, weit fortgeschrittene bzw. inoperable maligne Tumore werden vielfach mit einer kombinierten Radio-/Chemotherapie behandelt. Bei der Chemotherapie erfolgt die Applikation in der Regel systemisch, so dass die Wirkung nicht auf das Zielgewebe beschränkt bleibt, sondern durch die Einwirkung der Zytostatika auf gesundes Gewebe eine Vielzahl von unerwünschten Nebenwirkungen, wie Knochenmarkssuppression, Leber- und Nierenfunktionsstörungen, Haarausfall, Erbrechen und Übelkeit etc. auftreten.

Durch die Bindung des entsprechenden Chemotherapeutikums an magnetische Nanopartikel, die intraarterielle Gabe und gleichzeitige Applikation eines auf das Zielgebiet fokussierten Magnetfeldes kann nun die Therapie im Tumor gebündelt werden. Dadurch erhöht sich die zytotoxische Dosis im Tumor wobei gleichzeitig die unerwünschten Nebenwirkungen reduziert werden.

Projektlaufzeit

01.07.2010 - 30.06.2014

Kontakt

Christoph Alexiou
HNO-Klinik / SEON
c.alexiou@web.de
+49-9131-8534769

Kommentieren Sie diesen Beitrag und diskutieren Sie mit anderen Akteuren in der Medical Valley-Community auf Xing.
Wir freuen uns auf Sie!

Addthis