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Neues Informationspapier zur Endoprothetik

on 16. Februar 2011 - 10:06

Auf die große Bedeutung von künstlichem Gelenkersatz, der sogenannten Endoprothetik, für die Gesundheitsversorgung in Deutschland weist der BVMed in einem neuen Medienservice-Informationspapier hin. Das Papier sowie weitere Informationen zum Thema und Bildmaterial gibt es hier.

Jedes Jahr erhalten rund 400.000 Deutsche ein künstliches Gelenk – allein 2010 waren es 210.000 Hüften und 165.000 Kniegelenke. Hinzu kommen Schulter-, Ellenbogen- und Fingergelenke sowie Sprung- und Großzehengrundgelenke. Die steigende Lebenserwartung in den Industrienationen und die damit einhergehende zunehmende Häufigkeit des Gelenkverschleißes sorgen für einen wachsenden Bedarf an Hüft- und Kniegelenkersatz.

Gelenkverschleiß oder Arthrose ist ein Volksleiden. Mehr als die Hälfte aller Deutschen über 50 Jahre ist zumindest an einem Gelenk davon betroffen. Arthrose ist der häufigste Grund für die Implantation eines künstlichen Gelenks. Zu den Risikofaktoren für den Gelenkverschleiß zählen Übergewicht, Fehl- oder Überbelastung der Gelenke, erbliche Faktoren, Stoffwechselerkrankungen oder Gelenkverletzungen. Heilbar ist Arthrose nicht, da einmal zerstörte Knorpelzellen nicht mehr von selbst nachwachsen. Wenn konservative Methoden wie Medikamente oder Physiotherapien ausgeschöpft sind, kann gegen die Schmerzen und die Bewegungseinschränkungen ein künstliches Gelenk helfen.

Leitprojekt im Medical Valley EMN

Genau wie bei Gegenständen des täglichen Gebrauchs spielt auch bei Prothesen neben der individuellen Beanspruchung die Qualität eine wichtige Rolle. Implantate aus körperverträglichen und hochabriebfesten Materialien tragen zu einer langen Lebensdauer des künstlichen Gelenks bei – und senken die Zahl der Revisionen und damit auch die Kosten für das Gesundheitssystem. Im Medical Valley EMN wird im Rahmen des Leitprojekts Osteofit 2030 akribisch an einer langfristigen Verbesserung der Qualität von Implantaten geforscht. Im ersten LOGBUCH Medical Valley EMN werden wir ausführlich darüber berichten.

 

Foto: BVMed e.V. - Portal für Medizintechnik

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